Die Test-Verfahren

Die Schwermetall-Konzentrationen lassen sich leicht mit dem Schwermetalltest ermitteln. Bezüglich des Testverfahrens gibt es die unterschiedlichsten Behauptungen. Einige Therapeuten lassen eine Blutprobe analysieren. Das Ergebnis ist nicht repräsentativ, denn Schwermetalle befinden sich häufig im Interstitium, dem Zwischenzellraum und in den Zellen. Durch einen Cheatbildner wie DMPS lassen sich die Metalle aus dem Zwischenzellraum mobilisieren und dann im Urin nachweisen. Die in den Zellen gebundenen Metalle lassen sich nicht direkt nachweisen. Physiologisch besteht aber immer ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Konzentrationen innerhalb und außerhalb der Zellen. Deshalb lässt sich auch die Konzentration in den Zellen relativ gut einschätzen. Manche propagieren die Haaranlyse. Die Untersuchung ist durch Belastungen, die von außen an das Haar herangetragen werden, störanfällig und ist nach der Meinung von Dr. Mutter und meiner Meinung nicht geeignet, um die gesamten gespeicherten Schwermetalle einzuschätzen. Es gibt außerdem eine Reihe von Scanverfahren. Da wird z.B. eine Meßsonde an der Handoberfläche gelegt und ein PC ermittelt sehr schnell die vermeintliche Belastung mit einzelnen Schwermetallen. Ein Kollege sagte dazu mal, dass die Messungen reproduzierbar seien, also bei wiederholten Messungen die gleichen Ergebnisse erscheinen, aber niemand wisse, was da eigentlich gemessen würde. Auch Dr. Mutter äußerte sich skeptisch, als ich bei ihm nachfragte. Ich testete ein solches Gerät. Die gleichzeitigen Laboranalysen stimmten oft nicht mit den Scan-Ergebnissen überein. Deshalb gehe ich nach wie vor den konservativen Weg des Labortests.

Das Procedere ist einfach. Dem Patienten wird nach Entleerung der Harnblase 1 Amp. DMPS gespritzt. Dann trinkt er 1-2 Gläser Wasser und nach ein bis zwei Stunden entnimmt der Patient eine Urinprobe, in der Regel bereits zu Hause. Die Probe geht über den Postversand zum Labor zur Analyse. Anschließend können die Ergebnisse besprochen werden. Bestimmt werden 37 Metalle: Silber, Aluminium, Arsen, Gold, Bor, Barium, Beryllium, Cadmium, Cobalt, Chrom, Cäsium, Kupfer, Eisen, Gallium, Gadolinium, Germanium, Quecksilber, Indium, Iridium, Lithium, Mangan, Molybdän, Nickel, Blei, Palladium, Platin, Antimon, Selen, Zinn, Strontium, Titan, Thallium, Uran, Vanadium, Wolfram, Zinn, Zirkonium.

Manche favorisieren den Urintest vor und nach Gabe des Chelatbildners. So kann man sehen, wie sich die Werte von der ersten zur zweiten Probe verschlechtern.  Das habe ich früher auch getan, aber mit zunehmender Erfahrung fragte ich mich, was es dem Patienten für einen Vorteil einräumt. Letztendlich wird die Untersuchung nur doppelt so teuer. Der Preis pro Analyse liegt bei ca. 130,-€. Hinzukommen einmalig 18,-€  für das DMPS.

Es ist sinnvoller, das Geld für den 2. Test nach mehreren Chelatsitzungen zu sparen, um die Entgiftung zu überprüfen. Dann gibt es noch die Diskussion um den geeigneten Chelatbildner für den Test. DMPS bindet alle Schwermetalle relativ gut. Nur für Blei und Aluminium gibt es Geeignetere. Wenn man allerdings Erfahrungen mit dem DMPS-Test gesammelt hat, ist es nicht so wichtig, ob etwas weniger Blei und Aluinium angezeigt wird. Wichtig ist, dass diese Metalle durch DMPS nachweisbar werden und man dann die Werte durch die Erfahrung richtig einschätzen kann, auch wenn sie durch andere Chelatbildner höher ausfallen würden. Einige wählen EDTA als Testsubstanz. Dadurch wird in erster Linie Blei gebunden. Die anderen Schwermetalle sind dann schlechter nachweisbar.

 

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