Das praktische Vorgehen bei der Entgiftung:

Es muss geprüft werden, ob der Patient noch Schwermetallquellen wie z.B. Amalgam in sich trägt. Die Entfernung durch einen erfahrenen Zahnarzt mit entsprechenden Absaugvorrichtungen ist in jedem Fall sinnvoll, um die Quelle der Vergiftung zu entfernen. Aber wenn sich die Patienten dies nicht leisten können, ist die Ausleitung dennoch sinnvoll um die Konzentration zu verringern.

Zur Therapie erhält der Patient eine Anleitung, vor allem zur Einnahme der notwendigen Nahrungsergänzungen und pflanzlichen Mittel zur Unterstützung des Entgiftungsprocedere.  Es ist nicht so wichtig, in welchen Abständen die Ausleitungen erfolgen. Jede Chelatinfusion befördert Schwermetalle heraus. Ein zu eifriges Vorgehen kann den Patienten zu stark belasten. Auch die guten Metalle werden zum geringen Anteil ausgeschwemmt. Deshalb ist es wichtig, die Mineralien und vor allem das Eisen zwischendurch zu überprüfen, damit ein drohender Mangel rechtzeitig erkannt wird. Routinemäßig ist jede 2. Infusion eine Maßnahme zum Auffüllen der Spurenelemente. Bei diesem Vorgehen können selbst bei schwierigen Patienten Nebenwirkungen weitgehend vermieden werden.

 

Nach einer Chelatserie mit ausreichendem Rückgang der Belastung kann dann eine Pause gemacht werden. Nach 6 Monaten sollte dann noch einmal ein Test gemacht werden. In der Regel werden wieder höhere Werte gefunden. Das ist zumeist dadurch bedingt, dass Schwermetalle aus den Zellen heraus gedriftet sind und jetzt vom Chelatbildner wieder erfasst werden. Auch eine Neuvergiftung, z.B. durch noch vorhandenes Amalgam spielt beim Anstieg der Konzentration eine Rolle. Jetzt sollten wieder ein paar Infusionen erfolgen bis die Werte wieder ausreichend reduziert sind.  Entgiftung ist immer ein längerer Prozess, ebenso wie die Vergiftung.

Am Ende gewinnt der Patient die Vitalität und Leistungsfähigkeit, die er schon als vergessen glaubte.

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Dr. med. Thorsten Muthorst