Orthomolekulare Medizin

Orthomolekulare Medizin ist der Begriff für die Behandlung mit Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren. Dieser Teil der Medizin findet Kritiker, die behaupten, dass in unserer täglichen Nahrung doch alles enthalten sei und auf zusätzliche Gaben verzichtet werden könne.

 

Gerade im Rahmen der industriellen Landwirtschaft wurden die Böden immer mehr ausgelaugt und verloren deutlich an Mineralien. Einige Obst und Gemüsesorten werden früh geerntet, damit sie noch frisch den Supermarkt erreichen. Nicht sonnengereiften Obst und Gemüse sind jedoch weniger Vitamine enthalten. Generell halte ich eine Ergänzung deshalb für sinnvoll. Weitverbreitetes auch der Vitamin D Mangel, da Vitamin D3 in der Haut unter Einfluss von Sonnenstrahlen gebildet wird. Vitamin D drei Mangel ist mittlerweile fast unumstritten. Allerdings machen die Vitamin D gaben keinen Sinn, wenn der Vitamin D Rezeptor blockiert ist.

 

Bei chronischen Erkrankungen ist der Einsatz von Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren in jedem Falle sinnvoll. Am schnellsten können die notwendigen Spiegel durch Vitalstoffinfusionen erreicht werden. Anschließend ist häufig die orale Einnahme der Vitalstoffe empfehlenswert, um die Spiegel zu halten. Gelegentlich lassen sich aus der Wirkung der Infusion weitere Erkenntnisse ableiten. Wenn zum Beispiel jemand unter einer Vitamin-B-Komplex Infusion Kopfschmerzen entwickelt, so deutet dies auf eine Entgiftungsstörung der Phase 1 hin, welche abgeklärt werden sollte.

 

Ein Sonderfall ist das Spurenelement Jod. Hier besteht häufig ein Mangel, der durch Verzehr von Jodsalz nicht behoben werden kann. Jod kann gut als Kapsel gegeben werden. Als Beispiel möchte ich anfügen, dass die Forschung ergeben hat, dass Kinder intelligenter sind, wenn die Mutter in der Schwangerschaft ein Jodpräparat einnahm. Auch bei Schilddrüsenerkrankungen kann Jod entgegen der Lehrmeinung sehr erfolgreich sein. Grundsätzlich brauchen alle Zellen dies wichtige Spurenelemente.

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Dr. med. Thorsten Muthorst