Therapie von Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen

Mit zunehmenden Alter ergibt sich bei den Gelenken häufig ein Verschleiß (Arthrose). Am Knie kann es schon bei kleinen Unfällen zu einem Meniskusschaden kommen. Sehr häufig schmerzt aber nicht das Gelenk selbst, sondern die umgebenen Bänder, Sehnen und Muskeln.

 

Die Wirbelsäule ist ein hochkomplexes Gebilde, welches aus sieben Halswirbelkörpern, zwölf Brustwirbelkörpern und fünf Lendenwirbelkörpern besteht. Wie der Name schon sagt sind diese Elemente säulenförmig in einer harmonischen Krümmung und Gegenkrümmung angeordnet. Zwischen den Wirbelkörpern liegen als Stoßdämpfer die Bandscheiben. Im hinteren Teil sind die Wirbelkörper jeweils über zwei kleine Wirbelgelenke verbunden. Das Ganze wird durch Bänder und Muskeln stabilisiert. Es ist leicht vorstellbar, dass dieses filigrane komplexe Gebilde leicht durch mechanische Reize wie Unfälle oder schweres Heben aus dem natürlichen Gefüge geraten kann. Bei Bandscheibenschäden kommt es zum Druck auf die austretenden Nerven und häufig zu Schmerzen in dem Gebiet, welches die Nerven versorgen, zum Beispiel im linken oder rechten Bein. Aber auch die kleinen Wirbelgelenke können Arthrose entwickeln oder sich verkannten und so Schmerzen verursachen.

 

 

Mehrere Therapieoptionen stehen zur Verfügung:

 

Chirotherapie

Bei der Wirbelsäule kann bei blockierten kleinen Wirbelgelenken oder Ileo-Sakralgelenken die Chirotherapie wahre Wunder bewirken. Der Therapeut überträgt mit einem kurzen Impuls durch seine Hände die notwendige Energie, um die Verklemmung zu lösen. Zu vergleichen sind diese Blockaden mit einer verklemmten Schublade. Ein kleiner Schlag auf die richtige Seite löst die Schublade, damit sie wieder ihrer normalen Funktion nachkommen kann. Schmerzen sind nach der Chirotherapie häufig sofort beseitigt. 

 

 

 

 

Therapeutische Lokalanästhesie

 

Die therapeutische Lokalanästhesie (TLA) kann sowohl bei Gelenken als auch an der Wirbelsäule eingesetzt werden. Auch der Erfolg einer Chirotherapie kann durch sie noch verbessert werden. Die TLA macht sich folgende Beobachtung zu Nutze: ein kleiner Schmerzreiz an der Wirbelsäule führt zu Verspannungen. Diese Verspannungen verstärken die Schmerzen, die wiederum die Verspannungen verstärken. Dieser Teufelskreis kann dadurch gelöst werden, dass in das Schmerzgebiet eine kleine Menge Lokalanästhetikum, zum Beispiel Lidocain 1%, gespritzt wird. Das Lokalanästhetikum durchdringt die Muskulatur und lähmt sie vorübergehend. Damit verschwinden die Verspannungen und die Muskulatur wird wieder besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Schlanckenstoffe können jetzt wieder ausgespült werden und die Übersäuerung in dem Gebiet bessert sich. Dadurch können Schmerzen wirksam bekämpft werden. Das Lokalanästhetikum hält seine Wirkung zwar nur über ca. 30 Minuten. Jedoch bleibt die Muskulatur in der Regel langfristig für Tage bis Monate gelöst. Ich kenne auch Fälle, in denen die Beschwerden für immer verschwanden. Gelegentlich muss diese Therapie jedoch wiederholt werden, insbesondere wenn mechanische Reize, wie zum Beispiel Bandscheibenschäden vorliegen. Diese Therapie ist für den Patienten nahezu nicht belastend.

 

Akupunktur 

Akupunktur ist eine alte weltweit verbreitete Therapieform. Diese Therapie wurde vor allem über Jahrtausende mit den besten Standards in China, Korea und Japan entwickelt und dokumentiert. Klassischerweise werden Nadeln in definierte Akupunkturpunkte gestochen, um Schmerzen zu lindern oder Körperfunktion zu verbessern. Der Wirkungsmechanismus ist bis heute nicht genau geklärt. Der Schmerztherapie geht man vom Gate-Control-Mechanismus aus. D. h., dass die geringen Schmerzreize durch die Nadeln Nerven stimulieren, die im Gehirn die Schmerzweiterleitung blockieren. Dadurch entspanen sich die Strukturen im Schmerzgebiet. Nach meinen Beobachtungen kann dieser Mechanismus jedoch nicht alle Phänomene der Akupunktur erklären. Der Erfolg bei der Akupunktur gegen Schmerzen kann durch japanische Nadelstimulation manchmal noch verbessert werden. Diese Geräte leiten einen schwachen Strom durch die Nadeln, welcher von den Patienten nicht als unangenehm empfunden wird.

Laser-Akupunktur

Eine neuere Form der Akupunktur ist die Laserakupunktur. Mit Akupunkturlasern habe ich über 20 Jahre lang Erfahrungen sammeln können. Der Laser kann bei Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden erfolgreich eingesetzt werden. Die mit Abstand am beste Wirkung habe ich jedoch bei Kopfschmerzen und Migräne erlebt. Nach wenigen Laserbehandlungen in wöchentlichen Abständen verschwinden die Beschwerden. Die Beschwerdefreiheit hält etwa für ein bis zwei Jahre an. Dann kann wieder so ein langfristiges beschwerdefreies Intervall durch wenige Lasertherapien erreicht werden. Die Laserakupunktur kann auch gut bei Kindern angewendet werden, weil sie schmerzfrei ist. Auch sprechen Warzen oft gut auf die Laserakupunktur an. Meist reichen 3 Sitzungen. 

MBST

Die MBST-Geräte auf den Grundlagen der Kernspinn-Tomographie (MRT) entwickelt worden. Die neueste Generation in unserer Praxis ist das Resultat einer 25 jährigen Forschung und Weiterentwicklung. Die Therapie kommt bei Sportverletzungen, Wirbelsäulenbeschwerden und Arthrose (Gelenkverschleiß) in großen Gelenken und kleinen Gelenken zum Einsatz. Für die großen Gelenke, wie Schultern, Hüften und Kniegelenke sowie  für die Wirbelsäule kommt das Gerät mit der Liege zur Anwendung. Für die kleineren Gelenke, wie Ellenbogen-, Hand-, Finger-, Sprunggelenke  kommt das kleinere Arthro-Spin--Lift zur Anwendung. Mehr

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Dr. med. Thorsten Muthorst