Therapeutische Lokalanästhesie

 

Die therapeutische Lokalanästhesie (TLA) kann sowohl bei Gelenken als auch an der Wirbelsäule eingesetzt werden. Auch der Erfolg einer Chirotherapie kann durch sie noch verbessert werden. Die TLA macht sich folgende Beobachtung zu Nutze: ein kleiner Schmerzreiz an der Wirbelsäule führt zu Verspannungen. Diese Verspannungen verstärken die Schmerzen, die wiederum die Verspannungen verstärken. Dieser Teufelskreis kann dadurch gelöst werden, dass in das Schmerzgebiet eine kleine Menge Lokalanästhetikum, zum Beispiel Lidocain 1%, gespritzt wird. Das Lokalanästhetikum durchdringt die Muskulatur und lähmt sie vorübergehend. Damit verschwinden die Verspannungen und die Muskulatur wird wieder besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Schlanckenstoffe können jetzt wieder ausgespült werden und die Übersäuerung in dem Gebiet bessert sich. Dadurch können Schmerzen wirksam bekämpft werden. Das Lokalanästhetikum hält seine Wirkung zwar nur über ca. 30 Minuten. Jedoch bleibt die Muskulatur in der Regel langfristig für Tage bis Monate gelöst. Ich kenne auch Fälle, in denen die Beschwerden für immer verschwanden. Gelegentlich muss diese Therapie jedoch wiederholt werden, insbesondere wenn mechanische Reize, wie zum Beispiel Bandscheibenschäden vorliegen. Diese Therapie ist für den Patienten nahezu nicht belastend.

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Dr. med. Thorsten Muthorst