Therapie der Mitochondropathie

 

Die Therapie erfolgt ebenfalls nach den Empfehlungen von Dr. Kuklinski. Ich gehe auch hier kostenorientiert vor und verordne nicht alle Stoffe, die eine Mitochondropathie bessern können, auf einmal. Unabhängig von der Kostenseite sind auch nicht immer alle Therapieoptionen notwendig. Es geht den meisten Patienten nach Verordnung von Coenzym Q10 schon besser, da Q10 der wesentliche Katalysator für die Energiegewinnung ist.  Manche benötigen zusätzlich B-Vitamine, Zink, Mangan und Magnesium.

Diese Vitalstoffe greifen in die Atmungskette der Mitochondrien ein und verbessern ebenfalls die Energiegewinnung. Es wird immer in direkter Anlehnung an die Rückmeldung des Patienten vorgegangen. Es gibt keine einfache Faustregel und es erfordert viel Erfahrung, das Befinden und die Leistungsfähigkeit des Patienten zu optimieren.

 

Ein Beispiel:

 

Eine 45 jährige Sekretärin wurde von einem Kollegen zu mir geschickt, um ein Schlafapnoe-Syndrom bei  starker Tagesmüdigkeit abzuklären. Die Befragung ergab, dass es keinen Hinweis auf ein Schlafapnoe-Syndrom gab und die Patientin schon seit der Kindheit unter chronischer Müdigkeit litt.

Die Patientin musste sich seit Jahrzehnten  förmlich durch den Tag peitschen. Sie hatte das Bedürfnis, sich nach dem Mittag auf das Sofa zu setzen, musste sich dies aber verkneifen, da sie wusste, dass sie nach 10 Minuten einschlafen würde. Sie war ja auch im Beruf voll gefordert. Dr. Kuklinski spricht im Zusammenhang mit erhöhtem Schlafbedürfnis nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten von der „Fressnarkose“.  Diese einprägsame Wortwahl trifft den zugrundeliegenden Mechanismus sehr gut. Leicht verfügbare Kohlenhydrate können bei Mitochondropathie nicht ausreichend verwertet werden und lähmen die Mitochondrien. Das führt dann zu der Müdigkeit. Doch nun zurück zu unserer Patientin: Die  Befragung und die Untersuchungsergebnisse ergaben die Diagnose: Mitochondropathie. Nach Verordnung von B-Vitaminen und Mineralien ging es ihr zwar besser. Der Durchbruch konnte aber erst durch Coenzym Q10 erreicht werden. Die Tagesmüdigkeit war weg und auch der Haarausfall gebessert. Es muss den Patienten allerdings klar gemacht werden, dass ein Absetzen der Vitalstoffe in der Regel wieder zum ursprünglichen Beschwerdebild der Mitochondropathie führt. Die Patientin versuchte Coenzym Q10 abzusetzen. 2 Tage später  trat die Müdigkeit wieder auf, so dass klar war, dass sie es auf Dauer nehmen musste. Auch die Verschlechterung nach dem Absetzen von Q10 bestätigt die Diagnose der Mitochondropathie.

 

Es muss bei der Behandlung auch an die Ernährung und an die Abwendung von Schadstoffen gedacht werden. Ich erinnere mich an eine Patientin, bei der erstmals die Symptome der Mitochondropathie auffällig wurden, nachdem sie in einer anderen Praxis eine Grippeschutzimpfung erhalten hatte. Sie fühlte sich sehr elend und ich wähle die aus dem Volksmund stammende Bezeichnung „elend“ absichtlich, weil die Patientin sich sehr schlecht fühlte, ohne dass sie die Symptome gut beschreiben konnte. Ich bemerkte gleich, dass ihr Zustand von dem der Patienten, die einen Infekt hatten, deutlich abwich. Auch war dieser Zustand konstant ohne Tendenz zur Besserung. Es war offensichtlich, dass hier die Grippeschutzimpfung der Auslöser war. Erst durch entsprechende Behandlung der Mitochondropathie und Modulation des Immunsystems mit den passenden homöopathischen Mitteln konnte der Zustand langsam, aber vollständig gebessert werden.

 

Deshalb sollten nur die Impfungen erfolgen, die unbedingt notwendig sind. In unserer Praxis bestimme ich deshalb die Antikörper, um festzustellen, ob eine Wiederholungsimpfung tatsächlich notwendig ist. Die Faustregeln der ständigen Impfkommission (STIKO) sind nämlich denkbar ungenau. Beispielsweise wird die Tetanus-Auffrischung alle 10 Jahre empfohlen, obwohl seit den 80igern bekannt ist, dass der Impfschutz unter Umständen auch 20 Jahre anhalten kann. Die STIKO (Ständige Impfkommission) lehnt die Überprüfung der Impftiter als Laborleistung ab, allerdings nur aus Kostengründen. Da aber auch die STIKO weiß, dass Impfungen Impfschäden auslösen können, ist es als fahrlässig zu bezeichnen, jemanden zu impfen, bei dem der Immunstatus nicht untersucht wurde. Wir wissen eben nicht, ob Krankheiten wie Krebs und Multiple Sklerose mit Impfungen im Zusammenhang stehen. Die STIKO kann dies auch nicht ausschließen.

Intervall Hypoxie Therapie (IHT)

Als besondere neuere Methode zur Behandlung der Mitochondropathie wurden IHT-Geräte entwickelt. Diese Intervall Hypoxie Therapie ist eine Inhalationstherapie, bei welcher Höhenluft aus ca. 5000 m Höhe mit geringerem Sauerstoff  im Intervall inhaliert wird. Durch den Mangel an Sauerstoff sterben die nicht intakten, schwachen Mitochondrien ab und werden durch die leistungsstarken Mitochondrien in der Zelle ersetzt. Auf diese Art und Weise kann direkt Einfluss auf die zelluläre Energieproduktion genommen werden. Weitere Informationen zur Wirkungsweise der IHT und zum Einsatz bei verschiedenen Beschwerden finden Sie HIER.

 

Wir sehen, die Materie ist nicht einfach. Alle Therapiemöglichkeiten zu nennen, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, aber dank der Forschung von Dr. Kuklinski kennen wir sehr viele Behandlungsmöglichkeiten, die die Mitochondropathie bessern. Eine sorgfältige individuelle Auswahl der Therapieoptionen verhilft den Betroffenen zu deutlich mehr Leistungsfähigkeit und Lebensqualität!

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Dr. med. Thorsten Muthorst