Herzschwäche ( Herzinsuffizienz)

Die Herzschwäche äußert sich in einer Summe von Symptomen und stellt an sich kein eigenes Krankheitsbild dar. Es muss also erforscht werden, welche Grundkrankheit  für die Herzschwäche ursächlich ist. Zunächst einmal muss man unterscheiden zwischen der Rechtsherz- und Linksherzschwäche. Staut sich aufgrund der Rechtsherzschwäche das Blut in das venöse System des Körpers zurück, so kommt es zu Ödemen (Schwellungen). Diese betreffen zunächst die Beine und Unterschenkel und bei fortgeschrittener Herzschwäche die oberen Körperpartien wie den Rücken, die Leber oder die Bauchhöhle. Im Bild erkennt man deutlich, dass nach dem Drücken des Fingers in das Gewebe Dellen entstehen. Wenn der Druck keine Dellen hinterlässt, handelt es sich um ein Lymphödem, das durch die Lymphegefäße und nicht durch das Herz bedingt ist.

Bei Linksherzschwäche staut sich das Blut vor dem linken Herzen und damit in der Lunge. Dadurch wird Wasser in die Lungenbläschen ausgeschieden und es kommt zu dem Lungenödem. Es gibt Frühzeichen der Linksherzschwäche, die vom Geheimdienst genutzt werden. So hörte ich in den neunziger Jahren davon, dass  CIA-Agenten die Reden von Politikern des überalterten sowjetischen Parlaments auf Schwachstellen untersuchten. Die Agenten achteten darauf, wie viel Worte ein Politiker sprechen konnte bis er erneut Luft holen musste. Waren es nur wenige Worte, so sprach das für eine Linksherzschwäche und der CIA schätzte auf diese Art und Weise die Lebenserwartung der Politiker ein.

Im Rahmen der Herzschwäche kommt es zu Kurzatmigkeit, zunächst nur bei Belastungen später auch in Ruhe. Mit der fortschreitenden Herzschwäche kommt es auch zu den beschriebenen Ödemen.

Die Ursachen sind vielfältig:

Koronare Herzkrankheit, Herzmuskelentzündung, Dilatative Kardiomyopathie, Bluthochdruck, Herzklappenfehler, Diabetes mellitus und Bestrahlung oder Chemotherapeutika bei der Krebsbehandlung. Generell schleicht sich oft eine Herzschwäche bei älteren Menschen ein. In diesem Zusammenhang wird vom Altersherzen gesprochen. So eine richtige Diagnose lässt sich bei dem alten Herzen nicht stellen. Es funktioniert eben schlechter als ein junges Herz mit dem Resultat der Pumpschwäche.

Diagnostik

Aufgrund der Anamnese und des Abhörens ist die Diagnose häufig schon zu stellen. Die Pumpschwäche ist im Ultraschall leicht sichtbar. Als Laborparameter steht uns der NT pro BNP Wert zur Verfügung. Dieser ist bei Herzschwäche erhöht. Der Laborwert und die Ultraschalluntersuchung sind zuverlässige Optionen der Therapieüberwachung.

Therapie

In der Schulmedizin werden vor allem ACE-Hemmer, AT1- Blocker, Diuretika und manchmal auch Betablocker eingesetzt. Diese Maßnahmen haben auch einen Effekt. Aber dieser ist oft nicht ausreichend. Deshalb kann die Therapie durch naturheilkundliche Medikamente erweitert werden wie Strophantin und Weißdorn (Crategutt). Eine Herzschwäche ist doch immer eine Mitochondrienschwäche. Die Mitochondrien müssen ständig die Energie in Form von ATP für den Herzschlag zur Verfügung stellen. Deshalb unterstützen die mitochondrienstärkenden Substanzen, wie Magnesium, Coenzym Q 10 und eine NADH die Heizleistung. Der Durchbruch wird häufig erst durch die zellspezifische Therapie erreicht. Dies sind Zellsubstanzen vom Jungtier, die durch ihren Informationsgehalt und als Reparatursubstanz die Herzzelle wieder regenerieren können.

Dazu habe ich ein eindrucksvolles Beispiel:

Eine 82 jährige Patientin war schwer herzkrank und im Krankenhaus nach allen Regeln der Kunst behandelt worden als sie in unserer Kurklinik erschien.  Sie war in einem so schwache Zustand entlassen worden, dass es ihr unmöglich war, sich allein zu Hause zu versorgen. Deshalb entschied sie sich für den privaten Kuraufenthalt. Ich selbst glaubte, dass sie die nächsten 14 Tage nicht überleben würde und telefonierte deshalb mit den Angehörigen. Sie lief am Rollator und hatte Luftnot in Ruhe. Ihre Pleuraergüsse (Wasseransammlungen unter den Lungenflügeln) punktierte ich, aber das half nicht viel, weil sie sich rasch wieder neu bildeten. Ich spritzte ihr Zellbestandteile vom Lamm und sie erholte sich innerhalb von 2 Tagen. Ihr NT-Pro BNP Wert als Maß der Herzschwäche sank von 45637 auf 2714, Normwert: < 589. Der Wert war zwar immer noch erhöht, aber für die Patientin war die noch vorhandene leichte Herzschwäche kaum spürbar. Sie konnte ohne Rollator laufen und nahm am gesellschaftlichen Leben wieder Teil. Die Schlafstörungen verschwanden. Ich blieb länger mit Ihr im Kontakt und erfuhr, dass sie sogar wieder im Garten arbeitete.

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Dr. med. Thorsten Muthorst